Mit der Forderung nach einer  Bodenwertzuwachssteuer auf Spekulationsgewinne von Grundstückseigentümern hat die neue SPD Führung das Jahr 2020 eröffnet.

Diese Forderung ist kontraproduktiv gegenüber allen Bemühungen, den Wohnungsbau weiter anzukurbeln. Um den Wohnungsbau voranzubringen bedarf es privater Investitionen in Milliardenhöhe. Der Staat alleine hat nicht die notwendigen Kapazitäten. In Hamburg werden etwa von den 10.000 Wohnungen im Jahr 8.000 durch private Bauherren erstellt. Das entspricht einem Investitionsvolumen iHv mindestens EUR 1,5 Mrd. pro Jahr. Heute rentieren Wohnungsinvestitionen in den Großstädten mit 2,5 – 4,0% p.a. Da ist parallel zu steigenden Bau- und Grundstückskosten kein Platz mehr für weitere Steuerbelastungen, will man den privat finanzierten Wohnungsbau nicht abwürgen. Und dazu kommt, dass die neue SPD Spitze auch noch die Vermögenssteuer einführen möchte. Diese würde dann auch auf Wohngebäude in der Größenordnung von 1,0% -2,0% auf den Verkehrswert der Wohnungen erhoben. Damit wäre die heute schon geringe Rendite von Wohnungsinvestitionen auf nahe Null reduziert. Der private Wohnungsbau wäre endgültig tot.

In Hamburg machen wir das besser. Im Konsens mit der Wohnungswirtschaft wurde unter Führung der Hamburger SPD 2011 das Bündnis für Wohnen gegründet und dem Wohnungsbau in Hamburg dadurch deutlich vorangebracht. So führt praktische Politik zu guten Ergebnisse – nicht aber durch abwegige Forderungen.